Bericht zum Rennen in Hannover 2011
Anreise am Freitag
Katrin und ich fuhren wie geplant um 14:30 Uhr von zu Hause los. Kaum auf der A 10 der erste Stau. Schnell um geplant und ab auf die A 111. Schöner Plan aber leider schlechte Ausführung. Ab Tegel Tunnel Vollsperrung und somit brauchten wir bis Potsdam 1,5 Stunden. Hoffentlich kamen die Anderen besser durch. Danach lief es aber wie am Schnürchen und wir waren um 18 Uhr in Hannover. Ein Dank an Andreas und Marion, durch ihren Einsatz bekamen wir doch unseren alten Platz zum Zelten am Sportplatz.
Viele von uns waren schon vor Ort. Die „dreisten Drei“ ( Carsten, Karsten und Nine) teilten sich ein kleines Zelt. Unsere Zelte waren schnell aufgebaut, und um 20 Uhr ging es wie immer zum Italiener. Leider waren wir so viele, das einige von uns draußen sitzen mussten. Für das nächste Mal haben wir eine Telefonnummer mitgenommen, um die Plätze reservieren zu lassen. In diesem Jahr hatte es sogar mit der Bezahlung geklappt.
Danach saßen wir noch vor unserem Vereinszelt in einem Stuhlkreis, aber ohne Flaschendrehen. Einige hatten sich schon früh aus der Affäre gezogen, der Rest war noch ca. bis 0:30 bei diesem gemütlichen Sit-in.
Morgens wurden wir zärtlich von einem Regenguss geweckt,, diverse Schauer verfolgten uns bis 13:00. Dank einer Organisation, die in diesem Zusammenhang nicht genannt werden möchte, hatten wir nun richtigen Strom. Das Kraftwerk von Thomas & Sabine lief super, war jedoch mit den Kaffeemaschinen überfordert.
Rennablauf
Nach einem verhaltenen Frühstück und diversen Problemen beim Kaffeekochen (Stromausfall ) mussten wir diesmal erst um 10:04 zum ersten Lauf.
Warm machen im Marshallingbereich war bei diesem Sauwetter oberste Pflicht. Eine kurze Ansagen von Tobo schwörte die Mannschaft ein und schon mussten wir schnell ins Boot. Auf dem Weg zum Start gab es zum Aufwärmen noch mal einen Start 3/12. Diesmal war alles anders, viele Neue waren an Bord und kannten den Start in Hannover noch nicht. Hier gibt es nur Attention… GO und ab die Post. Am Startpramen werden alle Boote ausgerichtet, wir sind auf Bahn 6, es hieß 1 vor, 3 zurück 6 i.o. und wie schon vorher erwähnt, Attention… GO und schon ging der MO Dampfer los. Wie ein Pfeil preschten wir nach vorne, 3 Harte dann 12 Schnelle wie eine Nähmaschine, danach langer Streckenschlag. Das Boot lief und wir gaben alles, so dass einige von uns im Ziel schon ein kleines Würgen der zuvor eingenommenen Mahlzeit verspürten.
Leider nur Platz 6, das bedeutet Rennen 22 um 11.36 Uhr. Als wir das realisiert hatten, waren alle schon umgezogen und nahmen ihr zweites Frühstück ein, manche kamen auch dazu nicht mehr. Schnell zum Start, noch ein wenig warm machen, Tobo machte uns noch einmal klar wie wir hier zu fahren haben, jetzt einfach nur umsetzen. Wir fuhren zum Start, das gleiche Procedere wie vorher und Attention… GO. Wieder stürmten wir los, leider gingen wir das Rennen etwas zu schnell an, wie Tobo es später analysierte. Ein leichter Einbruch bei 200 Meter katapultierte uns auf Platz 7 und somit zogen wir direkt in das C- Finale ein. Dadurch hatten wir Zeit bis 16.36 Uhr, um uns auf das nächste Rennen mental vorzubereiten. Jeder hatte jetzt erst einmal Freizeit.
Auf zum letzten Rennen des Tages. Im Marshallingbereich bereiten sich alle auf den Start vor. Es sollten noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert werden. Dann wurden wir aufgerufen, unser Start war diesmal auf Bahn 7. Tobo sagte, wenn wir im letzten Drittel unseren Schlag hielten gibt es auf dieser Bahn keine Probleme.
Boarding time, alle saßen im Boot und wir fuhren uns noch einmal warm, 3/12/10 und dann langsam zum Start. Wie schon zuvor ging es recht schnell, der Starter rief Attention… GO und schon ging die wilde Fahrt wieder los. Alle gaben noch einmal ihr Bestes, doch zum Schluss reichten die Kräfte nicht. Letzter Platz im letzten Rennen. Ich kann nur sagen wie es mir ging, Begeisterung sieht anders aus.
Wir gingen zu den Zelten zurück, Rose und ich starteten schon mal unseren Grill, der 2. war noch irgendwo versteckt. Nach dem wir vom Duschen wiederkamen, war auch der 2. Grill bereit und es begann der gemütliche Teil des Tages. Alle reflektierten noch einmal die Eindrücke des Tages. Gegen 21 Uhr zog ein Teil von uns zur Party.
Die Party
Zuerst wurden wie immer einige Bilder von dem Renntag gezeigt. Wir, die MO` s, waren auch mehrfach abgelichtet und wir sahen gut aus. Nach und nach trudelten mehr und mehr von uns ein. Eberhard hatte seinen Kumpel Hasi getroffen und es wurde wild über die Rennen gefachsimpelt. Manuel und Familie, Carsten und Nine tranken 1-3 Feierabendgetränke und ließen den Tag locker ausklingen. Um uns für die 500 Meter zu schonen verzichteten wir nur auf den Tanz.
Das MO Lager
Alle die nicht auf der Party waren saßen in gemütlicher Runde und überlegten, wie man den Teamspirit wieder etwas besser entfachen könnte. „Cutrin“ erklärte sich bereit am nächsten Morgen mit uns ein Aufwärmprogramm zu machen. Und Thomas meinte, morgen wird das alles anders. Dazu hatte er dann noch eine Excel Tabelle bemüht, in der man die Gewichte der Besatzung einträgt, um die Gewichtsverteilung im Boot besser sehen zu können. Zu 99% hatten wir alle Gewichte, den Rest mussten wir schätzen.
Gegen 23.30 gingen wir dann alle in unsere Schlafsäcke, da wir ja am nächsten Morgen um 9 Uhr das erste Rennen hatten.
Sonntag
Wie schon im letzten Jahr wurden wir unsanft vom Regen geweckt. Schauerartige Regenfälle um 6 Uhr. Noch einmal umgedreht, denn um 7 Uhr klingelte der Wecker. Vor so einem Rennen konnte ich nichts essen. Und da man uns den Strom gekappt hatte, zog ich mir 2 Pott Kaffee aus der Maschine im Sportzentrum. Auf zum Start. Es war 8.30, „Cutrin“ heizte uns richtig ein, danach stellen wir uns schweißgebadet im Kreis auf und riefen den MO Schlachtruf.
Wieder Attention…GO und diesmal war die Strecke doppelt so lang wie den Tag zuvor, 500 Meter. Das war ja wohl gar nichts, 6. Platz im ersten Rennen. Gleich im Anschluss macht Tobo eine klare Ansage. Mit so einem Hausfrauenschlag könnten wir auch gleich auf die nächsten Rennen verzichten. Auf Grund des schlechten Ergebnisses hatten wir um 10.42 den nächsten Lauf, also kaum Zeit sich zu erholen.
Was soll ich sagen, wieder gaben alle Alles und wir wurden wieder Letzte. Unsere Stimmung war nach diesem Rennen nicht die beste. Wir waren wieder direkt ins C-Finale gefahren.
Einige gingen nach diesem Rennen in die Stadt, andere waren am Maschsee, der Rest machte ein Nickerchen.
Die Zeit der Wahrheit rückte näher und alle machen sich fertig für das letzte Rennen. Alle waren hochmotiviert und wollten noch einmal alles geben. Leider waren wir nur 19, da Kathrin sich gar nicht gut fühlte.
Wie auch bei allen Rennen zuvor das gleiche Procedere. Im Boot sitzend entschieden wir uns, nur zum Start zu fahren und alles zu geben.
Die Starterin machte es aber spannend, es ging vor und zurück und die Nerven lagen blank. Dann das erlösende Attention… GO und wir fuhren los. Ich möchte hier nichts bewerten, jeder von uns weiß wie das Rennen gelaufen ist. Wir konnten den Druck am Paddel nicht bis ins Ziel halten, das spiegelt auch unsere Zeit wieder, letzter Platz im letzten Rennen.
Mit gedrückter Stimmung zog die Karawane zurück zum Zeltplatz. Nach dem Duschen starteten wir den Grill und saßen dann noch gemütlich beisammen, bis wir dann alle zu Party gingen. Diesmal waren wir ziemlich spät. Kaum waren wir in der AWD Halle hieß es schon: Breitensport 21. Platz MO Dragons!!!! Da sag ich nur danke an den Veranstalter, das er so lange damit gewartet hatte bis wir auch da waren. Es folgten weitere Siegerehrungen die wir mit Spannung verfolgen. Dann kam endlich der Show Act. Mit großen Tam Tam wurde eine Gruppe angekündigt, doch dann kam die Ernüchterung. Es war dieselbe Truppe wie vom letzten Jahr, Begeisterung ist mal wieder etwas anderes. Katrin und ich entscheiden uns den Ort der Freude zu verlassen und uns lieber auf den morgigen Tag zu konzentrieren. Bei den Zelten angekommen, mußten wir nicht lange warten. Nach und nach kamen auch alle anderen. Ich glaube, nach feiern war nach diesen beiden Tagen keinem zu mute. Wir saßen dann aber doch noch bis 00:00 Uhr in gemütlicher Rund vor unseren Zelten.
Eins war aber gut , da Thomas und ich nach dem Steuermannmeeting immer noch nicht wussten wann am Montag der Start für die 4000 Meter sein würde, fanden wir die Startlisten für den nächsten Tag in der AWD Hall.
Start 10:30 Breitensport/Mixed Startplatz 4.
Montag
Alle konnten ausschlafen. Wir hatten auch mal wieder Strom, somit konnten wir die große Kaffeemaschine starten. Marion’s Schrippendienst ( die Dinger heißen hier ja Brötchen ) hatte wie auch an den vorrangegangenen Tagen allen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ein ganz großes Dankeschön von uns allen!
Tobo und Thomas hatten an diesem Morgen andere Sorgen. Wie bekommen wir das Boot voll und wie ist der Besetzungsplan? Denn diesmal war „Cutrin“ wegen Krankheit ausgefallen, Manuel und Anika mussten schon Sonntagabend abreisen und auch unser Steuermann Klaus konnte nicht bis Montag bleiben.
Vielen Dank, lieber Klaus, du hast uns angetrieben auch wenn wir nicht den gewünschten Erfolg einfahren konnten. Den letzten Renntag hätten wir auch noch gerne mit dir verbracht. (Wenn du den „blauen Klaus“ gibst, konnten sich alle kaum halten vor Lachen.)
So, es war geschafft, das Boot stand. Als Verstärkung hatten wir Volker, Birgit und Uta an Bord. Den Steuermann bekamen wir von den Potsdamern. Wir waren die ersten vor Ort, also rein ins Boot, langsamer ruhiger Schlag, es waren noch gut 10 Minuten. Wir fuhren immer wieder an der Startlinie vorbei, bis es endlich hieß „ Boote an den Start“.
Es gab hier einen fliegenden Start alle 10 Sekunden, also volle Konzentration. Boot 1 startete aus dem Stand und auch Boot 2 machte einen richtigen Start. Boot 3 schwamm ein und los ging es. Wir fuhren mit langsamem Schlag in Richtung Start und schon kam 3…2…1, wir waren in Fahrt, 3/12 aber mit 90 %. Dann an der ersten Wende (Hindernis Fontäne), das Boot richtete sich aus , dann das Kommando 20 Harte. Es gab ein Ziel, wir wollten nicht überholt werden. Unser Steuermann gab ruhige und bestimmende Kommandos, wir lagen gut und fuhren einen 60- 65er Schlag. Kurz vor der ersten Wende machten wir Druck, denn hinter uns schlossen die Boote auf. Immer wenn wir vielleicht nicht genug Druck machten, gab unser Steuermann Anweisung uns wieder zu konzentrieren. Wer mit im Boot gesessen hat, weiß wie gut und perfekt wir gesteuert wurden. Runde um Runde ließen wir es nicht zu das man uns überholte. Auf den letzten 750 Metern konnte unsere kleine Trommlerin die Spannung nicht mehr ertragen und rief „die 5 kommt, die 5 kommt“ . Alle waren mit Druck am Paddel und als wir nach gut 20 Minuten wieder im Ziel waren, konnte man die Erschöpfung und Erleichterung eines jeden Spüren, man sah auch die Schmerzen in den Gesichtern, Super Leistung !!!!!
Am Steg angekommen hatten einige von uns „Pipi“ in den Augen, einige vor Freude andere leider auch wegen der Schmerzen, Danke an Alle .
Kurz erholt und schon einmal die Sachen für die Reise verstaut, gingen wir noch einmal zurück zum Startplatz. Nach Beendigung aller Rennen halfen wir Andreas alles zu verstauen und die Boote aufzuladen. Danach ging es zu Siegerehrung.
Platz 16 von 20 und ich glaube keiner war enttäuscht, denn die 4000 Meter waren ein super Rennen.
Danach kam dann der große Aufbruch. Wie auch im vergangenen Jahr waren wir die letzten die in Hannover abfuhren.
Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr.
An dieser Stelle noch ein großer Dank an unsere beiden Rosen, die auch mit dabei waren, uns anfeuerten und uns umsorgten. Andreas W. war diesmal an Land unsere „Presse“. Du hast tolle Bilder und Videos gemacht, Danke!
Liebe Grüße Katrin, Bubi und Karsten S.