Indoor-Cup in Brandenburg
21. Januar, 13.04 Uhr. Es war mal wieder soweit. Die MO-Dragons saßen 5 Männern und 3 Frauen im Drachenboot gegenüber und wollten sie nach dem Start schnellstmöglich eine gute Bootslänge rückwärts schieben. Wir waren alle ziemlich angespannt. Das 1. von 6 Rennen in der Vorrunde sollte gewonnen werden, um Selbstvertrauen für den Tag zu bekommen. Gesagt – getan... Nach ca. 15 Sekunden ertönte der Gong, der das Ende des Rennens signalisiert. Und wer hat gewonnen? Natürlich die MO´s. Genauso wie das 2. Rennen. Im 3. Rennen haben wir über backbord ein bisschen viel Wasser geholt. Nicht, dass unsere linke Seite zu schwer war, sondern die Rechtspaddler unseres Gegners haben wohl ganz schön viel Kilo im Boot gehabt. Einen kurzen Augenblick dachte ich, wir machen es der Costa Concordia gleich. Aber nein, keiner machte den Schettino und ging von Bord. Wir fuhren alle nach einer Schrecksekunde volle Pulle weiter und gewannen auch dieses Rennen. Im 4. Lauf hieß der Gegner „Justizdragon“. Eine ganz starke Truppe. Das war schon ein bisschen Lospech, dass wir so einen starken Gegner in unserer Gruppe hatten. Die Justizdragon sollten am Abend das allerletzte Rennen bestreiten, d.h. um es vorweg zu nehmen, sie waren Finalist der Premium-Klasse. Und das heißt wiederum, dass wir gegen diese Mannschaft rückwärtsfuhren. Das 5. und 6. Rennen der Vorrunde wurde dann aber wieder grandios gewonnen.
Insgesamt waren es 4 Vorrunden-Gruppen mit jeweils 6 bzw. 7 Mannschaften. In der Vorrunde fuhr jeder gegen jeden. Danach traten die Siebenten jeder Gruppe im Fun-Fun-Bereich an, die Fünften und Sechsten im Fun-Bereich, die Dritten und Vierten im Sport-Bereich und die Ersten und Zweiten jeder Gruppe in der Premium-Klasse. Premium-Klasse. Geiles Wort, oder? Premium-Klasse. Und wir waren dabei. In der Premium-Klasse. Nicht die Neuruppiner und auch nicht die hochgelobte 2. Mannschaft der Steel-Dragons, sondern wir. Die MO-Dragons fuhren nach der Vorrunde in der Premium-Klasse. Ich war total begeistert. Wenn das kein Saisonauftakt nach Maß ist…
An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die drei Frauen Kathrin A., Kate und unsere Gastpaddlerin Ute. Weil drei Frauen immer an Bord sein mussten, sind sie in jedem Rennen dabei gewesen. Sie zeigten aber keinerlei Ermüdungserscheinungen und gaben in jedem Rennen ihr Bestes. Und danke auch an die Fans, die uns vom Beckenrand anfeuerten. Annika D., Anke, Christian und Tim & Anni gaben von außen lautstark alles und trieben uns vorwärts.
In unserem Rennen in der Premium-Klasse gegen die Totenkopfbande, (Insider wissen, dass das Paddler aus Schwerin, der Drachenboot-Hochburg, sind) war unser Fanclub leider nicht mehr anwesend und prompt waren wir dem Gegner unterlegen. Wir sahen zwar nach Augenzeugenberichten besser aus, aber die Bande uns gegenüber hatte etliche Kilo mehr Masse und viele Zentimeter mehr Umfang an Brust und Arm. Kurz: sie waren stärker als wir. Aber wir haben uns lange der dann doch unabwendbaren Niederlage gewehrt. Wir waren kurz enttäuscht über das Ausscheiden, aber dann war doch schon wieder die Freude über das Erreichte da. Wir waren in der Premium-Klasse. Das ist übrigens mein neues Lieblingswort. Premium-Klasse.
Gewonnen hat den Indoor-Cup übrigens die 1. Mannschaft der Steel-Dragons gegen unseren Vorrundengegner Justizdragons.
Zur Siegerehrung waren leider nur noch 5 MO´s anwesend. Kate hat unsere Urkunde und das Quietsche-Entchen in Empfang genommen. Wir haben dann noch ein bisschen in dem kleinen aber schicken Bad gespielt, sind gerutscht, haben uns im Whirlpool entspannt und waren dann irgendwann auch unter der Dusche. Und als das warme Wasser der Stadtwerke alle war, habe auch ich dann den Wasserhahn zugedreht.
Es war eine tolle Veranstaltung. Danke dafür den Energie-Drachen aus Brandenburg. 2013 sind wir wieder dabei. In Brandenburg, im Marienbad, in der Premium-Klasse.
Micha